adhs-abklärung 

Menschen mit ADHS haben oft erhebliche Schwierigkeiten im Alltag: Ihre Aufmerksamkeit ist gestört, besonders in Gruppen fällt es ihnen schwer, dem Gespräch zu folgen. Beim Lesen haben sie häufig Schwierigkeiten, sich auf den Inhalt zu konzentrieren und ihn auch zu behalten. Binnen kürzester Zeit vergessen sie ganze Passagen, oder sie müssen eine Seite immer wieder von vorne beginnen.

Betroffene lassen sich auch leicht ablenken, sie haben einen starken Rededrang und schweifen gerne vom Thema ab - es ist auch schwer, sie zu unterbrechen. Ein fehlendes Zeitgefühl, Desorganisation und 
Unordnung können ebenfalls zu den klassischen Auffälligkeiten zählen. Manche Betroffene neigen dazu, diese Verhaltensmuster durch einen zwanghaften Perfektionismus zu kompensieren.

Weil ihre Gedanken häufig "kreuz und quer" laufen, arbeiten Erwachsene mit ADHS auch sehr langsam oder ihnen unterlaufen viele Flüchtigkeitsfehler. Betroffene gelten daher auch als besonders unfallgefährdet.

Die für die Kindheit typische Hyperaktivität kompensieren Erwachsene häufig durch ein großes Verlangen, Sport zu treiben. Bei anderen verwandelt sie sich dagegen in eine innere Unruhe - sich zu entspannen, fällt ihnen schwer.

Stimmungsschwankungen können die Folge sein: Ungeduld, Unausgeglichenheit, Niedergeschlagenheit oder Euphorie wechseln sich häufig ab, die Betroffenen haben ihre Emotionen nur schlecht im Griff. Ebenso ist ihre Stresstoleranz eher gering. Da ihr Verhalten oft unberechenbar ist, haben Menschen mit ADHS häufiger Beziehungskonflikte.

Oft ziehen die ADHS-Symptome andere psychische Erkrankungen nach sich: Vor allem Frauen mit ADHS leiden häufig unter Depressionen.

Sollten Sie sich in dieser Beschreibung wiedererkennen, rate ich Ihnen zum einem sogenannten Indikationsgespräch, wo wir gemeinsam herausfinden, ob eine umfassende ADHS-Abklärung sinnvoll ist.

.

© 2020 psychotherapie-amherd